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Schöne neue Welt und was darf ich von mir veröffentlichen?

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Fasziniert lauschten 25 Senioren und einige Mitglieder der Jungen Union den Ausführungen des Referenten Felix Richter über moderne Kommunikationsformen. Im Beisein der Bürgermeisterkandidatin Cornelia Schulze zeigte Felix Richter anhand plakativer Schaubilder und realer Internetsituationen, wie das Web 2.0 funktioniert. Wikipedia, Wikibook, Wikidiktionary, Bloggen, Picasa, Google, Twitter und Facebook sind nach dem eindrucksvollen Vortrag nunmehr keine Fremdworte mehr für die im 7. und 8. Lebens-jahrzehnt stehenden Senioren. Insbesondere die Präsentation der sozialen Netzwerke, wie Facebook und Twitter führte zu regen Diskussionen unter den Teilnehmern. Mit Erstaunen, Unsicherheit und Zweifeln  reagierten die teilnehmenden Senioren auf das Nutzerverhalten in Sozialen Netzwerken, sowie es sich in Form von Fotos oder Wortbeiträgen darstellte. Während die ältere Generation dazu neigt, wenig von sich preiszugeben, ist die jüngere Generation sehr viel offenherziger, was einige der Teilnehmer als unbedacht beurteilten. Der Vortragende wies auf die Gefahren unbedachter Veröffentlichungen durch die Nutzer hin. „Das Internet vergisst nie?“

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Vortrag von Felix Richter (erster von links) bei der Senioren Union

Irgendwo auf der Welt werden immer Internetseiten gespeichert. Mit Suchfunktionen über gängige Plattformen lässt sich auch vermeintlich Vergessenes wieder sichtbar machen. Ein Beispiel dafür sei auch das Durchforsten von Seiten der Sozialen Netzwerke als Routinearbeit der Personalabteilungen hinsichtlich Bewerber und eigene Mitarbeiter. Andererseits belegte Richter anhand der Auftritte der Bundesministerin Kristina Schröder im Netzwerk Twitter bzw. bekannter Landespolitiker im Netzwerk Facebook, dass es für in der Öffentlichkeit stehende Personen aber auch für Unternehmen sinnvoll ist, die Netzwerke zu nutzen, weil die Bekanntgabe von Informationen wie in einem Schneeballsystem schnell und breit gestreut werden kann. Diese Wirkungsweise zeigt Felix Richter dann eindrucksvoll anhand der Vorgänge in Tunesien, Ägypten und Libyen auf. Über einer Google - Seite war die Inanspruchnahme des Internets in Libyen über Tage und Tageszeiten zu verfolgen.  Die Bemühungen staatlicher Stellen, das Internet nachts abzuschalten waren ebenso zu erkennen, wie das Wiederaufleben der Internetnutzung in den Morgenstunden. Noch eindrucksvoller war die Präsentation, wer in Libyen zur Zeit des Vortrages twitterte. Dem Referenten war es möglich, den twitternden Nutzer (mit Foto) und seine Botschaft zu identifizieren. Ein gefundenes Fressen für Geheimdienste, den Informanten zu identifizieren. Die abgesetzte Information ist aber nicht mehr einzufangen. Sie schwirrt grenzüberschreitend im Freundeskreis der Sozialen Netzwerknutzer herum. So entstehen über die modernen Netzwerke Prozesse, die die Welt verändern.

Der Vorsitzende der Senioren Union Martin Czogalla bedankte sich bei Felix Richter für den gelungenen Vortrag, in dem die Jugend dem Alter gezeigt hat, wo es lang geht, zumindest in der Kommunikation. Er bezeichnete die Veranstaltung als gelungenen Auftakt von weiteren Projekten im Rahmen der „Union der Generationen“, die das Verstehen und die gemeinsame Weiterentwicklung unserer Gesellschaft zum Ziel hat.

In einem Schlusswort versprach Felix Richter den Kontakt der Jungen-Union und der Senioren-Union weiterhin zu pflegen und auf gar keinen Fall abbrechen zu lassen! Weitere Veranstaltungen ähnlicher Art sollen folgen.

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